TDrudenmesser

Von da Drud (Trud) auch Allmende,Alben, Doggeli und Schratte genannt

Im Volksglauben ist die Drud ist ein Wesen, das in allerhand Gestalten erscheinen mag. Das geringste Übel ist noch das so genannte Druddrucken (Albdruck), dabei setzt die Drud sich auf die Brust des Christenmenschen und verursacht schreckliche Albträume oder gar Atemnot. Aber auch das Vieh wird von der Drud heimgesucht. Doch nicht nur Angst und Schrecken verbreitet das Elendsweib, nein, nicht selten legt die Windsbraut durch Blitzschlag ganze Höfe in Schutt und Asche oder verwüstet mit Hilfe von Sturm und Hagel ganze Landstriche. Es ist schwer zu vermuten, dass sie beste Verbindungen zum Pferdefüßigen hat. Glücklich kann sich schätzen, wer die probaten Abwehrmittel kennt, gegen die Rotäugige. Diese sind:

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Drudenfuß Drudengatterl und Drudenstein vor allem aber das
Drudenmesser auch Drudenschneid genannt.

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Zauberische Wirkung kommt dem Messer zu, es kann böse Kräfte abwehren und bannen. Eisen allgemein und Drudenmessern im Besonderen wird eine apotropäische (geisterabwehrende) Wirkung zugeschrieben. Vielfach wird ein solches Messer mit einem schwarzen Griff verwendet. Im lateinischen Wettersegen  ist es ein cultellum nigri manubrii mit dem der bannende Zauberkreis beschrieben wird.

“contra tempestatem  fac talem circulum cultello nigri manubrii et scribere cum illo in circulo:   Jes.N.R.J. et mitte cultellum figere in circulo, quousque tempestas cessat et dic 5 Pater Noter et Ave Maria “

Das blose dazulegen eines solchen Messers kann Übles verhüten. In das Wochenbett und ebenso in die Wiege eines Kindes wird ein Messer gelegt. Nach Volksglauben bekommt man vor Gericht recht, wenn man ein Drudenmesser mitsich führt. Deutscher Volksglauben rät der Wöchnerin, noch vier Wochen lang ein neues Messer bei sich zu haben.

Eine augenfällige Form des abergläubischen Schutzes durch ein Messer ist das Messerstecken.  Man stößt ein Messer in die Stubentür zum Schutz eines Neugeborenen gegen böse Geister und unbekannte Gefahren  und läßt es dort bis zur Taufe stecken. In den in den Sturm oder Wind geworfen wehren sie das Unwetter ab. Ein Messer in den Rahm gesteckt, der nicht zu Butter werden will, hilft die Drud zu vertreiben, die dies auslöst. Doch das alleinige Mittragen eines Drudenmessers (Neunkreuzmesser) schützt gegen bösen Geist und bösen Blick. Ein altes Sprichwort sagt: “ Neun Kreuz und neun Mo greif`n alle Deifen o “  Ein anderes : “Neun Kreuz und neun Stern halten alles Übel fern” Die Zahl 9 ist als 2. Potenz der heiligen Zahl 3 zu sehen, die Kreuze und Mondnachen stellen in diesem Fall keine Symbole dar, die auf eine tiefere Bedeutung verweisen, sondern stellen stehende magische Zeichen dar, die allein durch ihre überkommene Verwendung als Wirksam gelten. Meißt werden sie mit dezidiert christlichen Schutzzeichen wie IHS und INRI sowie dem Marienmonogram kombiniert.

Klappbare Drudenmesser werden meist aus Gemshorn gefertigt, dieses Material gilt als besonders geisterabwehrend, was wiederum die Wirkung des gesamten Messers verstärkt. Dabei darf ein solches Messer keine Rückenfeder haben, dies würde die Wirkung aufheben.Messer wurden sicher schon in vorgeschichtlicher Zeit zur Abwehr genutzt und Drudenmesser sind sicher vorchristlich, als sie auch nach der letzten Missionierung der Alpenregion durch die Bajuwaren ca. 850 nach Christus nicht auszurotten waren hat man zumindest die Hinzufügung von Christlichen Symolen wie IHS oder INRI erreicht.

Bei meinen Drudenmessern handelt es sich nicht um Repliken von alten Messern , auch nicht um “Drudenmesser -Interpretationen” sondern um Kultgegenstände, welche im Detail  den überlieferten Vorgaben entsprechen. Ich verfüge über umfangreichste Literatur sowie  fundiertes überliefertes Wissen über diese Messer.

Drudenmesser sind Kultgegenstände und auf keinen Fall modisches Accessoire . Ob man an ihre Wirkung glaubt oder nicht, Kultgegenstände sind immer mit Respekt zu behandeln und für die darauf abgebildeten Symbole gelten seit hunderten von Jahren feste Regeln.